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Was kostet ein KI-Agent für Makler und Berater?

„Was kostet das?“ ist meistens die erste Frage, und die ehrlichste Antwort lautet: Es kommt darauf an, was du kaufst und wer es betreibt. Eine pauschale Spanne für „den“ KI-Agenten wäre geraten. Deshalb nennen wir keine, sondern zeigen dir, woraus die Kosten bestehen, welche Zahlen belegt sind und wie du für dein Büro selbst rechnest.

Warum ein KI-Agent keinen festen Preis hat

Ein KI-Agent ist Software, die nicht nur Text erzeugt, sondern mit Postfach, Kalender oder CRM arbeitet (was das genau heißt, erklärt der Beitrag Was ist ein KI-Agent?). Zwischen einem Tagesbriefing und einem Agenten, der Anfragen beantwortet, Termine bucht und Vorgänge ins CRM schreibt, liegen Welten im Aufwand. Dazu kommt die Frage, ob du ein fertiges Produkt abonnierst, einen Dienstleister beauftragst oder selbst baust.

Wie unsicher viele Unternehmen bei KI-Kosten sind, zeigt eine Befragung des Digitalverbands Bitkom vom September 2026. Befragt wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Bei den Unternehmen, die KI einsetzen, nannten 54 Prozent schwer kalkulierbare Kosten als Hindernis, bei den Unternehmen ohne KI-Einsatz 63 Prozent. Die Studie gilt für Firmen ab 20 Beschäftigten, kleinere Büros sind darin nicht abgebildet.

Diese 6 Kosten entstehen bei einem KI-Agenten

Die Bitkom-Befragung fragte KI-Anwender nach den großen Kostenpunkten. Die Antworten decken sich mit den Posten unten: Infrastruktur wie Cloud und Rechenleistung (51 Prozent), Aufbereitung von Daten (50 Prozent) und Integration in bestehende Systeme (41 Prozent) lagen vorn. Abos und Lizenzen für KI-Software nannten 21 Prozent, Schulung der Beschäftigten 19 Prozent, den Token-Verbrauch 8 Prozent als großen und 11 Prozent als kleinen Kostenpunkt. Die reinen Lizenzkosten sind also oft nicht der größte Posten.

KostentreiberWann fällt er an?Was steckt dahinter?Typische Frage an den Anbieter
Einrichtung (Setup)EinmaligProzesse klären, Schnittstellen anbinden, Texte und Regeln festlegen, testen.„Was kostet die Einrichtung, und steht der Betrag fest?“
Laufende GebührMonatlichLizenz oder Abo, bei Baukästen zusätzlich nach Menge gestaffelt.„Was ist im Monatspreis enthalten?“
ModellkostenJe NutzungEin Sprachmodell über eine Schnittstelle wird nach Textmenge (Token) berechnet.„Sind Token- oder Nutzungskosten inklusive?“
HostingLaufendDie Software läuft beim Anbieter, in einer Cloud oder auf einem eigenen Server, der Geld und Betreuung kostet.„Wo läuft meine Instanz?“
BetreuungLaufendUpdates, Überwachung, Fehlerbehebung, Anpassung an neue Schnittstellen. Beim Selbstbetrieb liegt das alles bei dir.„Wer überwacht, aktualisiert und behebt Fehler?“
Dein interner ZeitaufwandLaufendFreigaben, Tests, Einarbeitung, Rückmeldungen an den Anbieter.„Wie viel Zeit muss mein Team einplanen?“

Die Einrichtung ist nach unserer Erfahrung oft der größte Einzelposten. Bei Fertigprodukten kann sie entfallen oder klein ausfallen, bei individuellen Lösungen hängt sie vom Umfang ab. Ob die Modellkosten in der Gebühr stecken, ist bei Fertigprodukten oft schon geklärt, das solltest du trotzdem erfragen. Der interne Zeitaufwand taucht in keiner Preisliste auf und wird am häufigsten vergessen. „Instanz“ meint dabei deine eigene, getrennt betriebene Software-Umgebung.

Was Werkzeuge und Modelle kosten: belegte Beispiele

Die folgenden Zahlen stammen von den Preisseiten der Anbieter, Stand 28.10.2026. Sie ändern sich oft; prüfe vor einer Entscheidung die aktuelle Seite. Sie zeigen vor allem die Größenordnung der Bausteine, nicht den Preis einer fertigen Lösung.

  • Zapier. Der Tarif Professional mit 750 Aufgaben im Monat kostet laut Preisseite 19,99 US-Dollar bei jährlicher Zahlung und 29,99 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Die Preise sind in US-Dollar angegeben, die Abrechnung in Euro erfolgt zum Wechselkurs am Zahlungstag.
  • Make. Die Preisseite nennt einen kostenlosen Tarif mit 1.000 Credits im Monat. Die Preise der Bezahltarife waren der Seite nicht zu entnehmen, deshalb nennen wir keine.
  • Sprachmodell über die Schnittstelle (Anthropic). Laut Preisdokumentation kostet Claude Sonnet 5.5 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token, Claude Opus 5.5 kostet 4 und 20 US-Dollar. Ein Token ist ein Textbaustein, grob ein kurzes Wort oder Wortteil.

Daraus lässt sich ein Rechenbeispiel ableiten. Annahme (frei gewählt, nicht gemessen): Ein Vorgang, etwa die Beantwortung einer Anfrage, verbraucht 3.000 Eingabe-Token und 500 Ausgabe-Token. Mit Sonnet 5.5 sind das 0,006 plus 0,005, also 0,011 US-Dollar pro Vorgang, bei 1.000 Vorgängen im Monat rund 11 US-Dollar. Die reinen Modellkosten sind bei einem schlanken Ablauf demnach selten das Problem. Teuer werden eher lange Texte, viele Zwischenschritte oder Anhänge, die jedes Mal mitgeschickt werden.

Die Preise sind in US-Dollar angegeben. Je nach Zahlungsanbieter, Wechselkurs und möglichen Gebühren kann der Eurobetrag abweichen.

Was pleyer ai öffentlich berechnet

Auf der Seite Preise stehen diese Listenpreise, jeweils netto zuzüglich Mehrwertsteuer:

  • Briefing: 120 Euro im Monat, ohne Einrichtungsgebühr, monatlich kündbar.
  • CRM Basis: 99 Euro im Monat, CRM Pro: 149 Euro, CRM Branche: 249 Euro. In jeder Stufe sind zwei Nutzer enthalten, Hosting und Updates deiner eigenen, getrennt betriebenen Umgebung sind im Monatspreis inbegriffen. Die einmalige Einrichtung wird nach Umfang im Angebot ausgewiesen. Das CRM hat zwölf Monate Mindestlaufzeit.
  • Solo, Team und Custom sind individuell aufgebaute Agenten-Abos. Den Preis nennen wir im Angebot, weil er von deinen Prozessen abhängt. Zusätzlich fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, die vor Vertragsschluss ausgewiesen wird. Eine Zahl dafür nennen wir hier bewusst nicht.

Externe Lizenzen, etwa ein bestehendes Fremd-CRM oder dein Verwaltungssystem, bezahlst du wie bisher selbst. Das steht ebenfalls auf der Preisseite.

So rechnest du, ob sich ein KI-Agent für dein Büro lohnt

Die Formel ist einfach:

Nutzen pro Monat = gesparte Stunden × Stundenwert Kosten pro Monat = Gebühr + Modellkosten + Betreuung + Einrichtung ÷ Monate + dein Zeitaufwand

Ein Beispiel mit frei gewählten Annahmen, ohne Anspruch auf Realität und ohne Kundendaten:

  • Stundenwert: 45 Euro. Das sind die durchschnittlichen Arbeitskosten je geleisteter Stunde in Deutschland 2025 laut Statistischem Bundesamt (Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich). Sie setzen sich aus Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten zusammen, darunter die Sozialbeiträge des Arbeitgebers. Für einen selbstständigen Makler oder Berater ist wirtschaftlich häufig der entgangene Umsatz oder Deckungsbeitrag je Stunde relevant, nicht der Lohnkostenwert. Setze deinen Wert ein.
  • Gesparte Zeit: 4 Stunden im Monat. Miss das vorher eine Woche lang, statt zu schätzen.
  • Monatsgebühr: 100 Euro. Modellkosten, Hosting und Betreuung sind darin enthalten.
  • Einrichtung: 600 Euro, verteilt auf 12 Monate, also 50 Euro. Das ist eine Rechenzahl und kein Preis von uns.
  • Eigener Zeitaufwand: 1 Stunde im Monat, also 45 Euro.

Nutzen: 4 × 45 = 180 Euro. Kosten: 100 + 50 + 45 = 195 Euro. In diesem Beispiel lohnt es sich nicht. Das Beispiel ist bewusst konservativ: Es unterstellt nur vier eingesparte Stunden, eine niedrige Monatsgebühr und keinen zusätzlichen Umsatz durch schnellere Reaktion, bessere Terminqualität oder weniger Nachfragen. Bei 6 gesparten Stunden stehen 270 Euro Nutzen gegen 195 Euro Kosten. Der Kipppunkt liegt hier bei 195 ÷ 45, also knapp 4,3 Stunden im Monat. Rechne außerdem ehrlich, was die gesparte Zeit dir bringt: Nur wenn du sie für Kundentermine oder Abschlüsse nutzt, wird aus Zeit auch Geld. Eine höhere Abschlussquote lässt sich daraus nicht garantieren. Gespartes Zeitkontingent ist keine zugesagte Mehreinnahme.

Fragen, die du jedem Anbieter stellen solltest

  • Was ist im Monatspreis enthalten (Hosting, Updates, Support, Modellkosten)?
  • Was kostet die Einrichtung, und steht der Betrag vor Vertragsschluss schriftlich fest?
  • Gibt es Mindestlaufzeiten, Staffeln oder Mengenobergrenzen?
  • Welche Kosten tragen Dritte, die du direkt bezahlst (Lizenzen, Telefonie, Schnittstellen)?
  • Wie viel Zeit musst du selbst einplanen?

Häufige Fragen

Gibt es einen typischen Preis für einen KI-Agenten im Mittelstand?

Nein, einen belastbaren Durchschnittspreis gibt es nicht. Die Zahlen, die im Netz kursieren, stammen überwiegend von Anbietern und Beratern und weichen stark voneinander ab. Belastbar sind die oben genannten Preislisten und die Bitkom-Befragung.

Sind die Modellkosten das größte Risiko?

Bei schlanken Abläufen meist nicht: Nur 8 Prozent der KI-Anwender nannten in der Bitkom-Befragung den Token-Verbrauch einen großen Kostenpunkt. Prüfe trotzdem, ob dein Ablauf lange Texte mehrfach verschickt.

Was kostet es, einen Agenten selbst zu bauen?

Die Werkzeuge sind günstig, der eigentliche Posten ist dein Zeitaufwand für Bau, Test und Wartung. Mehr dazu im Beitrag KI-Agent kaufen oder selbst bauen?.

Muss ich mit versteckten Kosten rechnen?

Frag nach den sechs Posten oben und hake nach, wenn ein Anbieter Einrichtung, Betreuung oder Mengengrenzen nicht nennt. Typische Beispiele für Nachforderungen sind zusätzliche Nutzer, höhere Mengenlimits, Telefonie-Minuten, E-Mail-Volumen, Premium-Modelle, Sonderintegrationen oder Nachjustierungen nach dem Go-live. Wir weisen die Einrichtungsgebühr bei individuellen Lösungen vor Vertragsschluss aus.

Wo sehe ich eure Preise?

Die Listenpreise für Briefing und CRM stehen auf der Seite Preise. Wie wir mit Daten umgehen, steht unter Infrastruktur.

Nächster Schritt

Nimm dir vor dem Erstgespräch 15 Minuten: Notiere deine drei häufigsten wiederkehrenden Abläufe, schätze, wie viele Stunden sie monatlich kosten, und prüfe, welche Daten dabei verarbeitet werden. Im kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch rechnen wir dann in 30 Minuten mit deinen Zahlen durch, ob sich ein Agent für deinen Ablauf lohnt, und sagen dir auch, wenn nicht.

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Quellen

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Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.

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